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Die Zwei von der Lindenstraße

Sigrid Labitzke und Ingrid Braun feiern 50 Jahre GEBAG-Nachbarschaft

Wer in eine neue Wohnung zieht, weiß oft nicht, wer auf der anderen Seite der Wand wohnt und hofft einfach auf gute Nachbarschaft. Doch manchmal entstehen aus dieser fremden Situation sogar lebenslange Freundschaften. So wie bei Sigrid Labitzke und Ingrid Braun.

„Ich bin Sigrid.“ – „Und ich die Ingrid“. Kennengelernt haben sich die Nachbarinnen ganz klassisch im Flur, beim Einzug in die Lindenstraße im Jahr 1967. Beide waren wegen ihrer Ehemänner nach Homberg gezogen, die dort eine neue Stelle beim damaligen Chemieunternehmen Sachtleben antraten. Was die beiden Frauen bei ihrer Begegnung im Flur noch nicht wussten: Sigrid Labitzkes Tochter Heike sollte Jahre später sogar die Patentante von Ingrid Brauns Enkel werden.

Waschbären und Silberhochzeit

Heute trennt die beiden nichts mehr außer einer Wand und einem Blumenbeet. Sie sitzen bei bester Laune auf ihren Balkonen und lassen das letzte halbe Jahrhundert Revue passieren. Sigrid Labitzke lächelt in die Mittagssonne und erinnert sich: „Wir haben wirklich keine gemeinsame Feier ausgelassen. Konfirmationen, Silberhochzeiten – da war alles dabei.“

Von rechts schaut Ingrid Braun an der gelben Rose vorbei zu ihrer Nachbarin und sagt durch die Blume: „Wir waren auch gemeinsam im Urlaub, zum Campen am Edersee.“ Sigrid Labitzke ergänzt trocken: „Ja. Bis ich Angst vor den Waschbären bekommen habe.“ Beide lachen laut.

Unterstützung in allen Lebensphasen

Dabei war in den vergangenen Jahren nicht immer alles eitel Sonnenschein. Die beiden Nachbarinnen haben viele Verwandte und Freunde verloren, Sigrid Labitzkes Mann ist bereits vor 19 Jahren gestorben. In besonders schweren Zeiten konnten sich die Frauen immer aufeinander verlassen und gaben einander Kraft und Halt. Nachdenklich, aber dankbar sagt Sigrid Labitzke: „Auch wenn das ausgelutscht klingt: Wir waren wirklich in Freud und Leid immer füreinander da. Das kann man nicht anders sagen.“

Gemeinschaft und Geselligkeit

Die Freude hat bei Sigrid Labitzke und Ingrid Braun allerdings den Takt angegeben, denn ihre Nachbarschaft war immer von gemeinsamen Unternehmungen und geselligen Stunden geprägt. Ingrid Braun schwelgt in Erinnerungen und wird etwas wehmütig, denn die Gruppe war schon einmal sehr viel größer: „Wir waren viele und haben sehr viel gelacht. Nie wurde jemand ausgeschlossen. Unsere Kinder haben alle miteinander gespielt, es gab immer Besuch. Wir haben alles zusammen gemacht.“ Also war früher alles besser?
„Nee“, winkt Ingrid Braun ab. „Das wäre ja Quatsch. Heute ist es zwar anders, aber anders schön.“

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