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Der Herr der Zebras

Wie der MSV zu seinem Wappentier kam

Blaue Aquarellfarbe, Wachsstifte und weiße Papierbögen – im Atelier von Joachim Schulze dominieren die Farben Weiß und Blau. Am häufigsten malt er das MSV-Zebra. Doch er ist nicht einfach ein Fan. Er hat das Zebra auch erfunden.

Wenn man Joachim Schulze nach seiner Lieblingstechnik fragt, antwortet er: „Experimentieren“. Tatsächlich gibt es zwischen Karikatur und Aquarell kaum einen Stil, in dem der 81-Jährige noch keine blauweißen Zebras gemalt hat. Immer wieder findet er neue Facetten, probiert neues Papier aus und kombiniert verschiedene Techniken. Momentan begeistert er sich vor allem für seine jüngste Errungenschaft: „Ein Kunststoffpinsel mit Patrone. Jetzt muss ich die Feder nicht dauernd in die Tusche tunken. Super Sache.“

Von der Idee zum Logo

1997 ging es mit den Zebras los. Damals wurde er gebeten, ein offizielles Logo für den MSV zu entwerfen. Joachim Schulze, der zu der Zeit nicht viel mit Fußball am Hut hatte, sah sich die Mannschaft an und kombinierte: „Gestreift, vieles Laufen – Zebra.“ Mittlerweile ist das Zebra längst das Erkennungsmerkmal des MSV. Zunächst wurde es nur für Fanartikel genutzt, ein Jahr später verwendete der Verein das neue Wappen auch im offiziellen Briefkopf. Darauf ist Joachim Schulze bis heute stolz.

Zwischen Zebras und Zeitung

Bei der Firma, in der Joachim Schulze damals als Werbegrafiker tätig war, arbeitet er schon lange nicht mehr. Seit 15 Jahren wohnt er mit seiner Frau in Homberg mit Blick auf den Rhein und hat sich in der Wohnung ein Atelier eingerichtet – umgeben von Zeitungsartikeln und Zebras in allen möglichen Ausführungen. Auch wenn er sich längst im Ruhestand befindet, ist er weiterhin fleißig. Alle zwei Wochen schickt er dem MSV ein Werk. „Je nachdem, was bei denen gerade so passiert, schick ich auch mal eine Karikatur, um die zu ärgern. Wenn sie sich denn ärgern lassen“, sagt Joachim Schulze mit schelmischem Blick.

Umtriebiger Allrounder

Der Grund für seinen Fleiß ist ganz einfach: „Es macht mir halt einfach Spaß. Und man muss tun, was einem Spaß macht. Ich habe meinen Beruf 50 Jahre lang gerne gemacht – und ich bin es gewohnt, täglich acht Stunden oder länger zu arbeiten. Da höre ich jetzt nicht damit auf.“
So kommt es, dass Joachim Schulze nicht nur für den MSV malt, sondern mit seiner Kunst auch den Lions Club oder die Krebshilfe unterstützt, für die Zeitung Karikaturen zu lokal relevanten Themen zeichnet oder Karnevalsorden entwirft. Ob er wirklich jeden Tag etwas malt? „Nö, wenn die Sonne scheint natürlich nicht. Dann sitze ich auf dem Balkon und genieße den Blick auf den Rhein“.

DIE EINZIGARTIGE WELT DES ZIEGENKÄSES – ÜBER EIN RESTAURANT, IN DEM ESSEN ZUM ERLEBNIS WIRD

Die Einrichtung ist superstylish, der Strand direkt vor der Tür. Und die Speisekarte? Erste Sahne. Eines ist klar: Dieses Restaurant ist ein echter Hotspot. Doch was den Ziegenpeter wirklich einzigartig macht, geht über Möbel und Strand noch hinaus.

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