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Laarer Bunker ist bald Geschichte

Laarer Bunker ist bald Geschichte

Die Gebag reißt den Bunker am Theo-Barkowski-Platz in Laar ab. Bereits Anfang Februar wurde mit den Arbeiten im Inneren des Bunkers begonnen. Jetzt werden die Arbeiten auch außen sichtbar.

Einem großen Meißel wird der Abbruchbagger das Gebäude von oben nach unten abbrechen, dabei werden die betreffenden Gebäudeteile mit Wasser besprüht, um die Staubentwicklung so gering wie möglich zu halten. "Natürlich sind die Arbeiten eine Belastung für die Anwohner," bedauert Gebag-Pressesprecherin Gerhild Gössing, "das lässt sich leider nicht vermeiden. Wir versuchen aber, die Belastungen so gering wie möglich zu halten und haben die Anwohner vor Beginn der Arbeiten entsprechend schriftlich informiert. Die Abbrucharbeiten werden etwa zweieinhalb Monate dauern." 

Wenn das Gebäude komplett abgebrochen ist, wird die durch den ehemaligen Keller entstehende Baugrube, zunächst aufgefüllt und verdichtet, so dass dann keine Absperrmaßnahmen mehr notwendig sein werden. Diese Arbeiten werden noch einmal etwa drei Wochen dauern. Dann werden auch der wegen der Arbeiten gesperrte Teil des Marktplatzes und die Parkplätze bis zum Beginn weiterer Baumaßnahmen wieder zur Verfügung stehen. 

Die Planungen für eine Folgebebauung sind noch nicht abgeschlossen, da der Bau von 14 öffentlich geförderten Wohnungen nicht in der ursprünglichen Form umgesetzt werden kann. Mit weiteren Baumaßnahmen ist voraussichtlich nicht vor 2019 zu rechnen. 

Info zum Bunker 

Der Laarer Hochbunker wurde 1942 als Luftschutzraum an der Ecke Schill- und Florastraße errichtet und war ursprünglich mit Klinkerplatten verkleidet. Das Gebäude bot 548 Menschen Schutz bei Bombenangriffen. 1950/51 wurde der sechsgeschossige Bunker zu Wohnungen umgebaut. Dafür wurde 90 Fensteröffnungen in das in das Gebäude geschnitten und insgesamt 24 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 1.100 Quadratmetern geschaffen. 

Seit 1995 stand das Gebäude leer. 1998 ging das Gebäude von der Stadt Duisburg in den Besitz der städtischen Gesellschaft DBV über, die bis 2016 versucht hat, den Bunker zu verkaufen. 2017 fiel dann der Entschluss, das Grundstück durch die GEBAG zu entwickeln.

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