6-Seen-Wedau: Die nächsten Investoren stehen fest

6-Seen-Wedau: Die nächsten Investoren stehen fest

Das größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen schreitet voran: Gestern (25. August 2022) wurden weitere Kaufverträge mit Investoren für zwei Vermarktungslose geschlossen.

Die Vermarktung der beiden Lose mit einer Größe von je über 15.000 Quadratmetern war im letzten Jahr angelaufen. Die Baufelder befinden sich im zukünftigen Quartier „Neue Gartenstadt“. Der Bebauungsplan sieht im Quartier die Errichtung von Mehrfamilienhäusern sowie modernen Stadthäusern im Gartenstadtcharakter vor – in Anlehnung an die bereits bestehende Bebauung in Wedau.

„Das große Interesse von Investoren aus ganz Deutschland an dem Vermarktungsprozess von 6-Seen-Wedau beweist, welche Faszination und Strahlkraft von der Entstehung dieses neuen Stadtteils in Duisburg ausgeht – ein absolutes Ausnahmeprojekt“, sagt Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.

„6-Seen-Wedau ist und bleibt ein absolutes Vorzeigeprojekt in Deutschland. Eine solch große Fläche in einer solch attraktiven Lage mitentwickeln zu können – das bietet natürlich große Anreize. Umso mehr freue ich mich, dass wir auch für diese beiden Vermarktungslose zwei kompetente Investoren gewinnen konnten und wir einen weiteren großen Schritt in Richtung Zukunft gehen können“, führt GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer aus.

Die GEBAG hatte den Vertrieb für die beiden Baufelder im März 2021 gestartet, damals waren rund 200 vorgemerkte Investoren dazu aufgerufen, Interesse am Kauf eines der Vermarktungslose zu bekunden. Von über 30 interessierten Investoren wurden nach Prüfung pro Vermarktungslos jeweils fünf Investoren eingeladen, ein Konzept für die Bebauung der Fläche zu erarbeiten. Die Entscheidung erfolgte anhand eines kombinierten Konzept- und Bieterverfahrens.

Aktuell läuft die Vermarktung für zwei weitere Lose, ebenfalls im Quartier „Neue Gartenstadt“. Die Vermarktung wird voraussichtlich im ersten Quartal 2023 abgeschlossen. Auch bei diesen Losen läuft der Vertrieb über ein kombiniertes Konzept- und Bieterverfahren.

Aktuell laufen auf der Projektfläche diverse Erschließungsarbeiten, auch am Lärmschutzwall wird fleißig gearbeitet, die Fertigstellung soll Mitte 2023 erfolgen. Die Investoren der ersten Baufelder, die im März 2022 die Kaufverträge unterschrieben haben, befinden sich aktuell in der Planungsphase für die Hochbauarbeiten, die voraussichtlich im vierten Quartal 2023 beginnen werden. Auch diese Baufelder liegen im zukünftigen Quartier Neue Gartenstadt.

Nyoo Real Estate GmbH, Essen

Eines der beiden Lose mit einer Größe von insgesamt knapp 15.800 Quadratmetern wird entwickelt von Nyoo Real Estate GmbH, einer hundertprozentigen Tochter des deutschlandweit tätigen Wohnentwicklers Instone Real Estate. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Peter Schmitz (Prof. Peter Schmitz Architekten, Köln) lobt am Entwurf die überzeugende städtebauliche Grundstruktur mit einer angemessenen Dimensionierung: „Architektonisch ergibt sich durch vielfältige Rücksprünge, die farbliche und texturelle Fassadengliederung und den betonten Sockelbereich ein buntes (...) Straßenbild (...).“

Bis Ende 2026 entwickelt Nyoo 181 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von rund 16.000 Quadratmetern für Familien, Paare und Singles unterschiedlichen Alters und mit mittlerem Einkommen. Nachfrageorientiert verteilen sich die Wohneinheiten auf 26 moderne Townhouses sowie 155 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen im Geschosswohnungsbau. Die einzelnen Grundrisse stellen die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer in den Mittelpunkt und sind kompakt geplant. Zusammen mit einem hohen Energiestandard entsteht so ein zukunftsfähiges Neubauangebot, welches durch vergleichsweise niedrige Gesamtwohnkosten dem enormen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum Rechnung tragen soll.

Basis des Siegerentwurfs ist die Gartenstadtidee. Eine aufgelockerte Bauweise und differenzierte Höhenentwicklungen sowie ein intelligent gewählter Städtebau ermöglichen zwei autofreie und grüne Innenhöfe, die mit verschiedenen multifunktionalen Gemeinschaftsflächen zu Begegnungen innerhalb des Quartiers einladen. Abgerundet wird das Angebot nicht nur durch begrünte Dächer, sondern auch durch grüne Elemente an den Fassaden. Der Entwurf ist in Zusammenarbeit mit konrath und wennemar Architekten Ingenieure und dem Landschaftsarchitekturbüro LAND Germany entstanden.

Stefan Dahlmanns, Geschäftsführer Nyoo Real Estate GmbH: „Wir freuen uns sehr darüber, dass Nyoo als Gewinner aus dem Konzeptvergabe- und Bieterverfahren hervorgegangen ist. Unser Entwurf für insgesamt 181 attraktive Wohnungen bzw. Townhouses mit Gartenstadtcharakter wird sich harmonisch in das neue Quartier einfügen. Damit können wir einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung eines lebenswerten Stadtteils im Duisburger Süden leisten. Wir sind stolz darauf, Teil dieses spannenden Entwicklungsprojekts sein zu dürfen.“

Vivawest, Gelsenkirchen

Das zweite Los mit einer Größe von insgesamt über 15.600 Quadratmetern wird durch Vivawest entwickelt. Die Jury hebt heraus, dass die Architektursprache „in unterschiedlicher und überzeugender Weise“ die typischen Elemente der Gartenstadt zeitgenössisch neu interpretiert. Zudem schaffe „die klare Orientierung von Außenraum und Innenhof, sowie die eindeutige Erschließung mit Durchgängen zu den Innenhöfen ein „klares und nachvollziehbares Bild“.

Mit dem VIVAWEST-Projekt „Wedauer Gärten“ nehmen die Entwurfsverfasser AGN und studio grüngrau bewusst typische Motive der historischen Gartenstadt in Wedau auf und interpretieren diese neu. VIVAWEST plant auf dem Grundstück rund 200 Wohnungen zur Miete zu errichten – davon rund 25 Prozent öffentlich gefördert. Eingeschossige Torbauten verbinden die einzelnen Gebäude zu einem gefassten Ensemble, umgeben von sorgfältig gestalteten Vorgärten und Grünstrukturen. Die grünen Innenbereiche, das Herz der „Wedauer Gärten“, bieten sowohl die Möglichkeit die Quartiersgemeinschaft zu leben, gemeinsam zu gärtnern oder diese als private Rückzugsmöglichkeiten zu nutzen. Durch die gemeinsame Bewirtschaftung wird der homogene Gartenstadtcharakter langfristig gewährleistet.

„Der Mix aus Wohnungen verschiedener Größen im öffentlich geförderten und freifinanzierten Segment und Stadthäusern zeigt eine bewusst gesetzte Vielfalt auf. So entsteht moderner Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen und Lebensphasen“, sagt Bastian Brusinski, Bereichsleiter Portfoliomanagement/Akquisition von VIVAWEST.

Das Energiekonzept sieht begrünte Dachflächen, Photovoltaik-Module, Wärmerückgewinnung und eine CO2-neutrale Ladung von Elektrofahrzeugen vor. Durch die Retention von Regenwasser und die Anordnung von Begrünungselementen nach dem Prinzip der Schwammstadt wird durch Verdunstung und Kühlung die Lebensqualität des Quartiers für die neuen Bewohner erhöht.

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