DUISBURGER GESCHICHTEN

Von der neuen Sachlichkeit zur Duisburger Welle

Er ist das Tor zur Stadt, der Knotenpunkt für viele Reisende und vor allem ein Ort der Duisburg prägt.

Er ist das Tor zur Stadt, der Knotenpunkt für viele Reisende, ein Shoppingcenter auch am Wochenende und vor allem ein Ort, der Duisburg prägt.

Vor genau 176 Jahren, im Jahr 1846, nahm die wechselvolle Geschichte des Duisburger Hauptbahnhofs seinen Lauf: Hier begann die Geschichte von Duisburg und dem Zugverkehr. Als erste Gesellschaft zeigte die Köln-Mindener Eisenbahn ihr Vertrauen und weihte den zweiten Teilabschnitt ihrer Stammstrecke über Duisburg ein. 16 Jahre später schloss sich die Bergisch-Märkische Bahn an, weitere vier Jahre später die Rheinische Eisenbahn.

Ab diesem Zeitpunkt trug die Eisenbahn maßgeblich zur industriellen Entwicklung der Stadt Duisburg bei. Nach der Verstaatlichung der Bahn wurde klar: Der Bahnverkehr muss zentralisiert werden. Was dann folgte, war ein großer Schritt in Richtung Zukunft für die Stadt:

Es entstand der Duisburger “Centralbahnhof“.

Fertiggestellt Ende der 1880er Jahre, zeigte sich Duisburg plötzlich mit einem weltmännischen Gesicht: Ein Gebäude mit großer Empfangshalle, an die sich die Gleise anschlossen. Neben Verkaufsschaltern und einer Gepäckaufgabe (wie heutzutage am Flughafen) wartete man entsprechend der gebuchten Zugklasse getrennt voneinander in unterschiedlich komfortablen Wartesälen: Während den Räumlichkeiten der ersten, zweiten und dritten Klasse ein eigenes Restaurant und ein abgetrennter Damensaal angeschlossen waren, musste man sich im Wartebereich der vierten Klasse mit deutlich weniger Komfort und ohne Verpflegung zufriedengeben.

Doch auch dieses Gebäude entpuppte sich wenige Jahre später als zu klein für das rasant wachsende Duisburg. Dem ersten Weltkrieg und den Zeiten der Wirtschaftskrise geschuldet begann jedoch erst Anfang der 1930er Jahre die neue Bahnhofsära. Es entstand das größte vor dem zweiten Weltkrieg realisierte Bauvorhaben in Duisburg: Mit dem neuen Hauptbahnhof erhielt die sogenannte „Neue Sachlichkeit“ der Bauhaus-Ära in Duisburg Einzug.

Nördlich des Bahnhofs schloss sich erstmals ein Hotel an, südlich entstand der Verwaltungsflügel. Abgesperrte Bereiche zwischen der Empfangshalle und dem Personentunnel wurden ebenso abgeschafft wie die Speiseräume der ersten bis zur dritten Klasse. Der Bahnhofsvorplatz glänzte durch ein 70 Meter langes Vordach, auch die Bahnsteige wurden erweitert. Von nun an konnte man auf zwölf Gleisen und rund 300.000 Quadratmetern von Duisburg aus in die Ferne reisen – oder eben von dort in Duisburg ankommen.

Zwischen 1960 und 2009 wurden nur geringe Veränderungen am Bahnhof vorgenommen. Eine abgehängte Decke in der Empfangshalle wurde 1960 eingezogen und im Jahr 2009 wieder entfernt. Weiterhin schlossen sich im Laufe der Jahre immer mehr Cafés, Geschäfte und die sogenannte Bahnhofsgastwirte dem Bahnhof an.

Und heute?

Bis zu 700 Züge halten täglich am Duisburger Bahnhof. 130.000 Reisende und Besucher passieren die Empfangshalle, die Bahnsteige und die Shoppingmeile. Und auch, wenn die in die Jahre gekommene, aber denkmalgeschützte Gleisüberdachung die ein oder andere Undichtigkeit aufweist und die Reisenden wortwörtlich manchmal im Regen stehen lässt, versprüht der Duisburger Hauptbahnhof seinen ganz eigenen Charme.

Aktuell ist die komplette Sanierung von Gleishalle und Dach in Planung. Das alte Dach wird durch eine aus gewellten Stahlträgern bestehende Fläche ersetzt. Die Arbeiten haben im August begonnen und dauern rund sechs Jahre – im Jahr 2028 soll die „Duisburger Welle“ fertig sein.

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