Willkommen im Team

Juten Tach, Nicole Berger!

Die GEBAG-Mediatorin über ihren abwechslungsreichen Weg bei der GEBAG und wie die Ausbildung zur Mediatorin sie verändert hat

Von der Technik über die Vermietung in die Buchhaltung, danach in den Verkauf, zurück in die Kundenbetreuung – und schließlich Mediatorin für Konfliktsituationen. Was sich liest wie ein buntes Potpourri der beruflichen Möglichkeiten in der Immobilienbranche, ist tatsächlich der Lebenslauf von Nicole Berger: „Nach meiner Ausbildung zur Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft beim Homberger Bauverein habe ich direkt noch eine Weiterbildung zur Betriebswirtin drangehängt“, berichtet die 52-Jährige. Im Anschluss ging es wieder zurück zum Homberger Bauverein, wo die gebürtige Meidericherin im Vorzimmer der Technik unter anderem zuständig war für das Versicherungswesen, die Instandhaltung und Neubauprojekte. Ende 2003 verschmolz dann der Homberger Bauverein mit der GEBAG – und die nächsten beruflichen Stationen ließen nicht lang auf sich warten: „Nach einer Zeit in der Kundenbetreuung bekam ich das Angebot, in die Buchhaltung von Wohnungseigentümergemeinschaften, kurz WEG, zu wechseln – eine tolle Zeit. Zwar waren Betriebskostenabrechnungen nicht meine allergrößte Leidenschaft“, berichtet Nicole Berger mit einem Lächeln im Gesicht, „aber wir haben im Team super zusammengearbeitet und ich hatte einfach viel Spaß an meiner Tätigkeit.“ Nach Hochzeit, Schwangerschaft und Baby-Pause folgten dann weitere Wechsel: „Zunächst war ich dann drei Jahre im Verkauf im Bauträgergeschäft eingesetzt, bis es für mich 2016 dann zurück ging zu meinen Wurzeln: in die Kundenbetreuung.“

„Im Laufe der Zeit, in der ich in der Kundenbetreuung für und mit den Mietern arbeitete, kristallisierte sich eines mehr und mehr heraus: Mir liegt das Beschwerdemanagement – zwischen verschiedenen Parteien vermitteln, beiden Seiten zuhören und versuchen, eine Lösung zu erarbeiten. Umso dankbarer bin ich, dass ich dann im vergangenen Jahr die Möglichkeit bekommen habe, eine Weiterbildung zur zertifizierten Mediatorin zu absolvieren. Seit Anfang des Jahres bin ich nun ausschließlich team-übergreifend als Mediatorin tätig.“

Die vielen unterschiedlichen Stationen in Nicole Bergers Berufsleben zuvor waren jedoch nicht vergebens, ganz im Gegenteil – haben sie doch eines ganz klar gezeigt: „Ich kann mich sehr gut auf unterschiedliche Situationen und Gegebenheiten, aber auch auf unterschiedliche personelle Konstellationen einstellen und mich darauf einlassen. Das ist vielleicht einer der Gründe, warum mir die Mediation so sehr liegt – auch hier muss ich mich immer wieder auf neue Gegebenheiten, Hintergründe und Situationen einlassen und diese annehmen.“

Laut Duden handelt es sich bei der Mediation um eine „[Technik zur Bewältigung von Konflikten durch] unparteiische Beratung, Vermittlung zwischen den Interessen verschiedener Personen“. Doch was bedeutet das genau? „Ich komme als Mediatorin immer dann ins Spiel, wenn ein Streitfall zwischen zwei oder mehr Mietparteien unüberwindbar geworden scheint. Dann werde ich von den Kollegen aus der Kundenbetreuung angesprochen und schaue mir den Fall genau an: Was ist vorgefallen? Wie ist die Mieterstruktur im Wohnhaus? Welche Charaktere treffen hier aufeinander?“

Dabei sind die Streitfälle unterschiedlich, es geht um Fälle von Ruhestörung, lärmende Kinder, die Treppenhausreinigung oder andere Themen, „die auf den ersten Blick oft harmlos erscheinen. Je länger ein solcher Streit jedoch schwelt, umso größer werden die Kleinigkeiten. Dann herrscht ein grundlegendes Gefühl des Unwohlseins vor, ein Missverständnis, das ohne eine neutrale Beratung nicht geklärt werden kann – diese Beratung ist dann meine Aufgabe“, berichtet sie. „Dabei ist es wichtig, dass ich meine eigene Meinung hintenanstelle. Es ist nicht relevant, welche der beiden streitenden Parteien ich sympathischer finde oder ob ich einer Partei zustimme“, erläutert Nicole Berger. „Das ist das Erste, das du in der Mediatoren-Ausbildung lernst: Du bist zu Neutralität verpflichtet. Natürlich gibt es auch immer noch die dritte Seite, die der GEBAG als Vermieterin, die ich ganz klar vertrete. Da gibt es Themen, die sind beispielsweise aufgrund der Hausordnung oder aufgrund der geltenden Rechtslage unstrittig. Hier gab es bislang aber auch keine Diskussion.“

„Es ist also nicht meine Aufgabe, zu entscheiden, wer Recht hat – sondern einen Perspektivwechsel und eine andere kommunikative Ebene zu schaffen: Ich möchte beiden Parteien die Augen öffnen für das Verständnis und die Situation des jeweils anderen. Dabei spreche ich zunächst getrennt mit beiden Parteien. Wenn beide danach bereit sind, folgt noch ein gemeinsames Gespräch. Meine Aufgabe ist dabei vorrangig, Unterstützung anzubieten: Ich habe nicht die Lösung parat, sondern ich unterstütze die streitenden Parteien dabei, gemeinsam zu einer Lösung zu kommen“, so die 52-Jährige.

Nicole Berger merkt man an, dass die neue Tätigkeit als Mediatorin sie wirklich erfüllt. Aber: So viel Spaß die Arbeit auch macht, so wichtig ist doch auch der private Ausgleich – „den verbringe ich vor allem mit meiner Familie, mit meinem Sohn. Und mit Freunden, ich bin ein sehr geselliger Mensch. Viele meiner Freunde begleiten mich schon seit mehreren Jahrzehnten“, berichtet der Kino- und Fernsehfan. „Dass ich mich gern mit Menschen umgebe, hat sicherlich auch einen positiven Einfluss auf meinen Job: Wer sich nicht gern auf Menschen einlässt und sich nicht gern mit menschlichen Schicksalen beschäftigt, der wäre als Mediator sicherlich falsch.“

 

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